Was Sie über das Parken in Berlin wissen müssen

  • von
Parkhaus

Wenn Sie mit dem Auto nach Berlin reisen, fragen Sie sich wahrscheinlich früher oder später: „Wo kann ich mein Auto parken? Und wie viel kostet es?“. Auf dieser Seite werde ich versuchen, einige Antworten auf diese Fragen zu geben.

Das Wichtigste zuerst: In Berlin gibt es eigentlich noch viele freie Parkplätze, oder besser gesagt, freie Parkplätze. In den meisten Außenbezirken der Stadt können Sie Ihre Dose einfach auf der Straße parken und müssen nichts bezahlen. Andererseits bedeutet dies aber auch, dass Sie in fast allen Innenstadtbezirken Berlins für das Parken Ihres Autos bezahlen müssen. Auf dieser Seite finden Sie einige grundlegende Informationen darüber, wie und wo Sie Ihr Auto in Berlin parken können und wie viel es Sie kosten kann. Wo Sie Ihr Auto kostenlos parken können – und wie und wo Sie Ihr Auto am besten gar nicht parken.

Kostenloses Parken in Berlin

Wenn Sie auf einem Berliner Stadtplan nachschauen, eigentlich nur ein relativ kleiner Bereich der Stadt, ist das innerstädtische Gebiet nicht frei zum Parken. Wenn Sie also auf der Suche nach einem Langzeitparkplatz sind, wäre es wahrscheinlich die billigste (eigentlich kostenlose) und einfachste Möglichkeit, Ihr Auto in einem dieser kostenfreien Bereiche zu parken. Zuerst sollten Sie also das erledigen, was Sie erledigen müssen. Stellen Sie diese Koffer oder die umfangreichen Lebensmitteleinkäufe in Ihrer Wohnung ab – und lassen Sie dann Ihr Auto auf einem der kostenlosen Parkplätze – außerhalb des Gebiets, wo das Parken nicht kostenlos ist. Vertrauen Sie mir – es lohnt sich, die zusätzliche Fahrt zu machen und außerhalb der ‚Parkraumbewirtschaftungszone‘ zu parken.

Und die gute Nachricht ist: Sie müssen wahrscheinlich nicht weit nach einem freien Parkplatz suchen. Es sollte fast immer ein Bereich in der Nähe sein, in dem Sie überhaupt keine Parkgebühr bezahlen müssen. Dann nehmen Sie einfach die öffentlichen Verkehrsmittel oder ein Taxi zurück zu Ihrem Platz. Oftmals brauchen Sie nicht einmal die öffentlichen Verkehrsmittel oder ein Taxi zu nehmen, da die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass die Entfernung nicht allzu groß ist – Sie können also auch einfach zu Fuß zu Ihrem Platz zurückgehen und vielleicht einige Straßen in Ihrer Nachbarschaft auf Ihrem Weg entdecken.

Das Berliner Parkplan-Tool

Die Stadt Berlin hat ein Kartentool herausgegeben, das aufzeigt, wo Sie für das Parken Ihres Autos bezahlen müssten – und wie viel pro Stunde berechnet wird. Es weist auch darauf hin, wo Sie nichts bezahlen müssen. Je nach Bezirk, Gebiet oder sogar Straße betragen die Gebühren zwischen 1 Euro pro Stunde und 3 Euro pro Stunde. Alternativ können Sie auch diese Google Map ansehen, auf der im Grunde die gleichen Informationen angezeigt werden – wahrscheinlich viel einfacher zu navigieren.

Das Kartenwerkzeug mag zunächst etwas kompliziert erscheinen. Die Benutzeroberfläche ist nicht wirklich intuitiv – aber eigentlich ist das Kartentool eine sehr komplexe Anwendung, und man könnte auch nach allen möglichen Berlin-bezogenen Daten wie Arbeitslosenquoten und ähnlichem suchen. Wenn Sie einfach nur sehen wollen, wo Sie bezahlen müssten und wo sich die kostenlosen Parkzonen befinden, müssen Sie nur eine Adresse eingeben und dann in der Karte navigieren.

Unten sehen Sie einige Bildschirmfotos. Geben Sie zunächst die Straße (‚Straßenname‘), die Haus-Nr. und die Postleitzahl in die Felder auf der rechten Seite des Tools ein. Dann drücken Sie die Eingabetaste (‚Weiter‘).

Parkhäuser in Berlin

Sie mögen etwas versteckt sein, aber natürlich gibt es in Berlin auch Parkgaragen. Einige sind Tiefgaragen wie die am Alexanderplatz, in der Nähe des Park Inn Hotels – oder die unter der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg. Am Alexanderplatz sind Ganztageskarten für 24,- Euro (pro 24h) erhältlich. Hier finden Sie eine umfassende Liste der öffentlichen Parkhäuser in Berlin.

Parkplatz in einem Hotel

Einige Berliner Hotels bieten reservierte Parkplätze für ihre Gäste an. Wenn Sie also planen, in einem Hotel zu übernachten, besteht die Möglichkeit, dass eine zusätzliche Option zur Verfügung steht. Und selbst wenn Sie nicht selbst in einem Hotel übernachten, kann es sich lohnen, in einem Hotel in der Nähe Ihres Aufenthaltsortes zu fragen, ob dort Parkplätze zur Verfügung stehen. Einige Hotels können Sie und Ihr Auto oder Motorrad tatsächlich willkommen heißen, auch wenn Sie sonst nicht ihr Gast sind, denn für sie ist ein gemieteter Parkplatz natürlich besser als ein leerer Parkplatz.

Parkausweise für Berliner Bürger

Für Berlinerinnen und Berliner gibt es Langzeittickets. Wenn Sie tatsächlich nach Berlin umziehen, sollten Sie diese Option ankreuzen. Ein Anwohnerparkausweis ist bis zu 2 Jahre gültig und kostet Sie ca. 20,40 Euro (Stand Dezember 2015).

Wenn Sie oder ein Freund nicht in Berlin wohnhaft sind, sondern sich vorübergehend in Berlin aufhalten – und Sie benötigen einen Parkausweis für ein paar Wochen, dann könnte eine so genannte „Gästevignette“ nützlich sein. Diese befristeten Parkausweise können von jedem Berliner bestellt werden, der offiziell in Berlin ansässig ist, d.h. er/sie ist offiziell unter der gleichen Adresse gemeldet, für die Sie die Gästevignette benötigen. Wenn Sie also nur für ein paar Tage oder Wochen zu Besuch sind, müssen Sie tatsächlich einen Ortsansässigen (z.B. Ihren Gastgeber, Ihren Mitbewohner) bitten, eine „Gästevignette“ für Sie zu kaufen.

Die offiziellen Voraussetzungen, unter denen eine befristete Gästevignette gewährt wird, sind:

  • Der Antragsteller ist in Berlin registriert – auf dem Parkplatz, den er/sie beantragt
  • Der Besucher ist in Berlin nicht registriert.

Ab Dezember 2015 sind die Preise für eine solche temporäre Langzeit-Gastvignette wie folgt:

  • 3 Tage: 10,20 Euro
  • 1 Woche: 13,- Euro
  • 2 Wochen: 15,- Euro
  • 3 Wochen: 20,- Euro
  • 4 Wochen: 25,- Euro

„Parken verboten!“ – wo Sie Ihr Auto nicht parken dürfen

Es gibt einige Stellen und Bereiche, an denen Sie Ihr Auto auf keinen Fall parken sollten, es sei denn, Sie möchten es abschleppen lassen. In einer Einfahrt zu parken mag zum Beispiel verlockend klingen, aber es ist keine gute Idee – auch wenn Einfahrten oft wie freie Parkplätze aussehen. Einige Einfahrten sind jedoch möglicherweise nicht in Betrieb, und es ist völlig in Ordnung, dort zu parken.

Wenn Sie aber zufällig das geringste Schild (wörtlich) sehen, das anzeigt, dass es nicht in Ordnung ist, hier zu parken, dann ist es wahrscheinlich nicht in Ordnung, hier zu parken.

Parken Sie also besser nicht:

  • vor einem Schild mit der Aufschrift „Parken Verboten“ oder „Einfahrt freihalten“ oder „Durchfahrt freihalten“ oder irgendetwas mit „freihalten“ – das bedeutet nur, dass diese Einfahrt oder dieser Platz „frei“ gehalten werden soll und es generell verboten ist, hier zu parken – aus welchem Grund auch immer
  • vor einem Schild mit der Aufschrift „Feuerwehrzufahrt“ – dies bedeutet, dass das Parken hier einen Weg blockieren würde, den die Feuerwehr im Notfall benutzt
  • auf einem Behindertenparkplatz / Behindertenparkplatz, oft mit einem Symbol gekennzeichnet, das einen Rollstuhl darstellt
  • zu nahe an einer Straßenkreuzung (nicht weniger als 3 Meter)
  • auf Fahrradwegen
  • zu nahe an einer Einfahrt (Sie sollten die Einfahrt nicht blockieren)
  • auf dem Bürgersteig
  • auf Grünflächen.

“Parken verboten!” vs. “Halten verboten!”

In Deutschland unterscheiden wir zwischen zwei verschiedenen Arten des Parkens: Kürzeres „Halten“ kann auch an Stellen, an denen das „Parken“ verboten ist, noch in Ordnung sein. Was ist also was? Faustregel: Wenn Sie zufällig Dinge in Ihr Auto ein- oder auspacken, auch Mitreisende sein könnten, dann ist es in Ordnung, für etwa zwei Minuten anzuhalten.

Es gibt sogar Straßenschilder, die auf Zonen hinweisen, in denen man zwei Minuten anhalten darf – die Schilder heißen „Parkverbot“ oder manchmal „Ladezone“. Oft sind diese Stellen durch einen roten Kreis mit blauem Hintergrund und nur einem roten Balken, der den Kreis überquert, gekennzeichnet.

Wenn stattdessen der rote Kreis von zwei roten Balken durchkreuzt wird, die ein „X“ bilden, dann ist es verboten, das Auto entweder zu parken oder anzuhalten – auch wenn es nur für ein oder zwei Minuten war. Diese Schilder – oder eigentlich diese Bereiche – werden „Halteverbot“ genannt, was darauf hinweist, dass es verboten ist, das Auto an diesen Stellen anzuhalten.

Gebühren für das öffentliche Parken in Berlin / Parkscheinautomaten

Zunächst einmal: Dies ist eine großartige Gelegenheit, ein weiteres sehr deutsches, aber ziemlich nutzloses Wort zu lernen:

„Parkraumbewirtschaftung“ – das bedeutet so etwas wie „wirtschaftliche Bearbeitung von Parkplätzen“. Sie werden feststellen, dass Sie sich in einer Gegend befinden, in der die Parkraumbewirtschaftung durch eine Armada von Schildern und Fahrkartenautomaten – und diese kleinen „Geldscheine“, die hinter den Scheibenwischern mancher Autos stecken – ökonomisch betrieben wird.

In diesen Gebieten variieren die Parkgebühren zwischen 25 Cent für 15 Minuten (oder 1 Euro pro Stunde) bis zu 1 Euro für 15 Minuten (oder 4 Euro pro Stunde). In einigen Gebieten ist das nächtliche Parken kostenlos, in anderen Gebieten wird rund um die Uhr kontrolliert.

Sie ziehen um? Dann sollten Sie eine Parkzone reservieren!

Für den Fall, dass Sie umziehen und Platz für den Lastwagen vor Ihrer Tür benötigen, können Sie tatsächlich einen Platz auf der Straße reservieren. Normalerweise müssten Sie zwei Wochen im Voraus um eine solche Parkzone bitten – und es gibt einige Formalitäten zu erledigen – und Sie müssten sich die Schilder auch irgendwo ausleihen. Aber in den meisten Fällen / für die meisten Leute wäre das wahrscheinlich ein bisschen zu kompliziert.

Eine Halteverbotszone, sowie Halteverbotsschilder, können Sie bei halteverbotszonen.com bestellen. Dort erhalten Sie einen umfassenden Service, bei welchem sich das Unternehmen um die komplette Halteverbotszone kümmert, Sie müssen diese lediglich noch bei der Stadt beantragen.

Stattdessen können Sie auch entweder die Umzugsfirma fragen – falls Sie eine solche beauftragen. Oder Sie fragen einen Dienst, der diese Reservierung vornehmen und die Parkschilder für Sie aufstellen kann. Für eine eintägige Reservierung für eine 20m breite Ladefläche müssten Sie wahrscheinlich etwas um die 75,- bis 100,- Euro bezahlen.

Lesen Sie hier, wie die Zukunft dess Elektroautos in Deutschland aussieht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.